Espresso
Ludwig: Am liebsten mag ich kalten Kaffee. Und zudem liebe ich es, wenn er sehr, sehr konsistent und zähflüssig ist.
Dies ist zu erreichen wenn man in eine Espressomaschine den Siebträger für zwei Tassen einspannt und das Ganze für eine Tasse nutzt.
Die Dosierung des Wasserdrucks erfolgt am Besten über einen Hebel, der von Hand betätigt werden kann. Nach den ersten drei Tropfen, die in eine Tasse reingefallen sind, gleich mit dem Druck nachlassen und noch etwa 2 Tröpfchen nachrinnen lassen.
Probieren Sie mal das Ergebnis, wenn Sie das richtige Wasser und die richtige Bohne im perfekten Malgrad rausgetüftelt haben...
Beat: Die ganze Sache mit dem Espresso hat mir vor Jahren der Vico eingebrockt.
Der wollte seinen Espresso in Form eines ultrakurzen Ristretto, so ein paar Tropfen, und dann immer mehrere Tassen hintereinander. Es ist wie oftmals im Leben: Der Anstoss, um sich über etwas Gedanken zu machen, kommt von aussen. Und so hat Ludwig diesen Tick mit dem ultimativen Espresso auf mich übertragen...
Der Gedanke an eine chromglänzende, martialische italienische Espresso-maschine, die so richtig zischt und an der man sich ab und zu die Finger verbrennt, war reizvoll. So steht nun in der Küche neben der Wasserstelle die "Macchina" mit passendem Scheibenmahlwerk.
Der perfekte Espresso kommt aus einer täglich gereinigten Maschine in eine vorgewärmte Tasse. Und zwar immer aus einer Kolbenmaschine mit genügend Druck und Wärme... Mit dem Stempel liebevoll und präzise andrücken, den frisch gemahlenen Espresso im Kolben satt anziehen und dann das Wasser durchlaufen lassen... Für mich etwas länger als bei Vico, allerdings kurz, sehr kurz... Die Crema ist dann perfekt - der Tag auch...
Ich frage mich manchmal ob, der George Clooney wirklich Spass hat an dieser zugegebenermassen recht akzeptabel aussehenden Brühe aus diesem kleinen, kalten Plastikgerät, das den Druck woher auch immer aufbaut ... Und wie die die Crema hinkriegen, will ich gar nicht wissen.
What else...? Nun ja, es gibt etwas, das mehr als nur eine Alternative ist: eben einen richtigen Espresso... Und das übrig bleibende Kaffeepulver sauber wegwischen, bitte...
